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Konsens — von Nina Raine

8.6

Konsens — von Nina Raine — Große Bühne im #Central

Selten hat das Thema der sexuellen Gewalt solche Schlagzeilen gemacht wie heute. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht immer ein intimer Moment. Zwei Menschen, meist ohne Zeugen. War die Zustimmung, der Konsens gegeben oder nicht? Was tun sich Menschen an, und wozu geben sie ihr Einverständnis? Und was tun wir mit den Menschen, die unsere Grenzen überschreiten? Wie kommen wir zu unserem Recht? Diesen Fragen widmet sich »Konsens«, das neue Stück der britischen Autorin Nina Raine.
Zwei befreundete Anwälte finden sich auf unterschiedlichen Seiten eines Vergewaltigungsprozesses wieder. Matt als Kläger, Edward als Verteidiger. Je länger das zerstörte Leben des mutmaßlichen Opfers Gayle vor Gericht verhandelt wird, desto mehr geraten auch die Leben von Matt und Ed aus den Fugen. Edwards Frau Kitty verzweifelt an seiner emotionalen Kälte und fängt eine Affäre mit Matt an, um ihren Mann etwas spüren zu lassen und für ein vergangenes Verhältnis Rache zu nehmen. Als Edward den Prozess gewinnt und Gayle ihn also verliert, obwohl sie wirklich vergewaltigt wurde, findet sie Edwards Privatadresse heraus, steht plötzlich vor seiner Tür und stellt ihn zur Rede für das, was man ihr vor Gericht angetan hat. Wahrheit, Gerechtigkeit, die eigenen Gefühle, das Vertrauen in die Sprache als Mittel der Kommunikation – alles steht auf dem Prüfstand. »Konsens« findet den universalen Kern in einem der brisantesten Themen der Gegenwart und arbeitet sich schmerzvoll, mit bitterbösem Humor daran ab.

Bereits Nina Raines erste Stücke »Rabbits« (2006) und »Sippschaft« (2010) erhielten weltweit große Aufmerksamkeit. Regie führt bei der deutschsprachigen Erstaufführung von »Konsens« die Schauspielerin und Regisseurin Lore Stefanek, die in der vergangenen Spielzeit den Publikumserfolg »Heisenberg« von Simon Stephens inszenierte.

Jake: Thiemo Schwarz — Kitty: Sonja Beißwenger — Edward: Torben Kessler — Rachel: Cathleen Baumann — Matt: Moritz Führmann — Gayle / Laura: Karin Pfammatter — Zara: Tabea Bettin

Regie: Lore Stefanek — Bühne und Kostüm: Janina Audick — Musik: Primus Sitter — Video: Ute Schall — Dramaturgie: Frederik Tidén



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